Rumänisch
Rumänisch gehört zur ost-romanischen Sprachfamilie. Es wird in Rumänien und von den Minderheiten in den Nachbarstaaten, v.a. in Moldawien, von insgesamt etwa 25 Mio. Menschen gesprochen.
Die Sonderstellung von Rumänisch innerhalb der romanischen Sprachen (Italienisch, Spanisch, Französisch) ist u.a. begründet durch das Fehlen germanischer Einflüsse, durch die slawische Beeinflussung und auch durch die isolierte geographische Lage, die dazu führte, dass sich die Sprache bis zum Ende des 18. Jahrhunderts in einer geistig-kulturellen Sonderexistenz entwickelte. Die ursprüngliche, kyrillische Schrift wurde um 1860 durch die lateinische ersetzt.
Typisch für die rumänische Sprache sind der Reichtum an Diphthongen und Triphthongen und die starke gegenseitige Beeinflussung von Vokalen und Konsonanten im Wort. Weitere Merkmale: Es besteht ein Zweikasussystem (Nominativ/Akkusativ; Genitiv/Dativ); der bestimmte Artikel wird nachgestellt.
Mit Rumänien verbinden viele Menschen Graf Dracula und in neuerer Zeit den kommunistischen Führer Ceaucescu.
Graf Dracula ist eine sagenumwobene Gestalt, die in der Wirklichkeit möglicherweise auf Vlad Tepes zurückgeht, einem transsylvanischen Fürsten. Fürst Vlad Tepes wird auch Vlad der Pfähler genannt. Er war dafür gefürchtet, in seinem Kampf gegen die Ottomanen seine (vermeintlichen) Feinde kurzerhand bei lebendigem Leibe auf Pfähle zu spießen.
