Schwedisch

Schwedisch-Interna Übersetzungsbüro Berlin

Schwedisch (Eigenbezeichnung: svenska) gehört zu den skandinavischen Sprachen und somit auch zu den germanischen Sprachen. Die germanischen Sprachen sind Teil der indogermanischen Sprachfamilie.

Schwedisch ist Amtssprache in Finnland (neben Finnisch). In Schweden besitzt sie keinen offiziellen Status, und ist nur die offizielle Sprache de facto.

Verbreitung

Schwedisch wird von etwa 8,5 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen etwa 8,0 Millionen in Schweden und knapp 290.000 als finnlandschwedische Minderheit (5,5 % der Bevölkerung) in Finnland leben. Von der ehemaligen schwedischsprachigen Volksgruppe in Estland, die so genannten Estlandschweden (Anfang der 1940er Jahre um 6.800) bleiben seit ihrer Massenemigration nach Schweden während des Zweiten Weltkriegs nur noch einzelne ältere Menschen. Überdies wird Schwedisch von etwa 1 Million Einwanderern in Schweden gesprochen.

Finnland

Schwedisch und Finnisch sind in Finnland gleichberechtigte Amtssprachen. Es gibt in Uusimaa (Nyland) und Itä-Uusimaa (Öster-Nyland) einige hauptsächlich schwedischsprachige Gemeinden, in Österbotten (Pohjanmaa) Gemeinden, die überwiegend schwedischsprachig sind, sowie mehrere einsprachig schwedische Gemeinden. Die schwedischsprachigen Bewohner Finnlands werden in der Schule in ihrer Muttersprache unterrichtet, für die finnischsprachigen Bewohner ist Schwedisch Pflichtfach als Fremdsprache. In Turku befindet sich die einzige rein schwedischsprachige Universität Finnlands, die Åbo Akademi.

Schweden

Schwedisch war im Jahr 2013 die Muttersprache von etwa 10,5 Millionen Menschen. Davon leben 9,5 Millionen im Königreich Schweden, rund 300.000 in der Republik Finnland; der Rest verteilt sich auf Länder weltweit. Das Finnlandschwedische, ein ostschwedischer Dialekt, wird vornehmlich in den Küstengebieten und auf den vorgelagerten Schären im Österbotten, Åboland und Nyland (einschließlich der Hauptstadtregion) sowie den Ålandinseln gesprochen . Viele Finnen beherrschen das Schwedische zudem unterschiedlich gut, da es als erste Fremdsprache in finnischen Schulen in den finnischsprachigen Gebieten gelehrt wird. In einigen der oben genannten Gebiete ist das Schwedische die einzige Verwaltungssprache, wie auf den einheitlich schwedischsprachigen Ålandinseln. Einige einsprachig finnische Gemeinden haben ebenfalls eine bedeutende schwedischsprachige Minderheit, diese werden als schwedische Sprachinseln (svenska språköar) bezeichnet. Im Jahr 1610 betrug der schwedischsprachige Anteil der finnischen Bevölkerung 17,5 Prozent. Seitdem hat sich der Anteil der schwedischsprachigen Bevölkerung stetig vermindert. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg wanderten viele nach Schweden und in die USA aus. Zwischen 1945 und 1976 emigrierten 400.000 Menschen von Finnland nach Schweden, etwa 200.000 blieben permanent dort, davon kam ein Drittel aus den schwedischsprachigen Gebieten Finnlands. Heute sprechen ungefähr 5,4 Prozent der finnischen Bevölkerung Schwedisch als Muttersprache.

Skandinavien

Auch in den anderen nordischen Ländern gibt es schwedischsprachige Minderheiten, schätzungsweise 30.000 in Norwegen und 11.000 in Dänemark (2010). Aufgrund der Ähnlichkeiten von Kultur und Sprache in den nordischen Ländern werden diese Einwanderer oft sehr schnell assimiliert und integriert und fühlen sich nicht als eigene Volksgruppe, mit Ausnahme der Finnen. Des Weiteren ist noch die kleine schwedischsprachige Minderheit in Estland zu erwähnen, die es seit dem 13. Jahrhundert entlang der Nordwestküste und auf den Inseln (Aiboland) gibt. In den USA gibt es nach einer Volkszählung von 2004 ungefähr 67.000 Menschen, die angeben, Schwedisch zu sprechen. Allerdings bleibt unklar, wie gut die Sprachkenntnisse sind. Die meisten dieser Personen leben in Minnesota. In Kanada gaben 2001 17.000 Menschen an, Schwedisch zu sprechen. Wie in den USA wurde nicht untersucht, wie gut die Sprachbeherrschung ist. Gemäß dem statistischen Zentralbüro leben 230.000 Schweden im Ausland und sind nie zurückgekehrt. Deutschland und Großbritannien gehörten 2010 zu den Ländern mit den meisten Schweden (je ca. 30.000), Spanien (17.000), Frankreich (15.000), Australien und Schweiz (je 6000), Belgien (5000), Italien (3000).

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