Rumänisch

Rumänisch-Interna Übersetzungsbüro Berlin

Rumänisch gehört zur ost-romanischen Sprachfamilie. Es wird in Rumänien und von den Minderheiten in den Nachbarstaaten, v.a. in Moldawien, von insgesamt etwa 25 Mio. Menschen gesprochen.

Die Sonderstellung von Rumänisch innerhalb der romanischen Sprachen (Italienisch, Spanisch, Französisch) ist u.a. begründet durch das Fehlen germanischer Einflüsse, durch die slawische Beeinflussung und auch durch die isolierte geographische Lage, die dazu führte, dass sich die Sprache bis zum Ende des 18. Jahrhunderts in einer geistig-kulturellen Sonderexistenz entwickelte. Die ursprüngliche, kyrillische Schrift wurde um 1860 durch die lateinische ersetzt.

Typisch für die rumänische Sprache sind der Reichtum an Diphthongen und Triphthongen und die starke gegenseitige Beeinflussung von Vokalen und Konsonanten im Wort. Weitere Merkmale: Es besteht ein Zweikasussystem (Nominativ/Akkusativ; Genitiv/Dativ); der bestimmte Artikel wird nachgestellt.

Mit Rumänien verbinden viele Menschen Graf Dracula und in neuerer Zeit den kommunistischen Führer Ceaucescu.

Graf Dracula ist eine sagenumwobene Gestalt, die in der Wirklichkeit möglicherweise auf Vlad Tepes zurückgeht, einem transsylvanischen Fürsten. Fürst Vlad Tepes wird auch Vlad der Pfähler genannt. Er war dafür gefürchtet, in seinem Kampf gegen die Ottomanen seine (vermeintlichen) Feinde kurzerhand bei lebendigem Leibe auf Pfähle zu spießen.

Allgemeines

Das Rumänische ist die östlichste romanische Sprache. Demzufolge ist es eine indogermanische flektierende Sprache. Es ist aus dem Lateinischen, das in den römischen Provinzen Dakien (Dacia) und Moesien, d. h. nördlich und südlich der Donau, gesprochen wurde, hervorgegangen. Die kurze Zeit der römischen Herrschaft von 107 bis 271 n. Chr. nördlich der Donau genügt nicht, um die Herausbildung des Rumänischen in diesem Raum zu erklären. Es müssen sowohl die stärker romanisierten Gebiete südlich der Donau, die weiterhin unter römischer Herrschaft verblieben waren, als auch die starken wirtschaftlichen und kulturellen Kontakte der in Dakien verbliebenen Bevölkerung mit dem römisch-byzantinischen Reich in Betracht gezogen werden.

Die Entstehung des Rumänischen wird analog zur Geschichte der anderen romanischen Sprachen im 7. bis 9. Jahrhundert angesetzt. Der während derBalkanfeldzüge des Maurikios 587 getätigte Ausspruch eines römischen Soldaten „Torna Torna, Fratre“ soll der erste überlieferte Satz auf Rumänisch gewesen sein. Die Elemente, die der rumänischen Sprache zugrunde liegen, sind das Lateinische als genetischer Vorläufer und das thrako-dakische

Die Dialekte

Der Begriff „rumänische Sprache“ bezieht sich auf vier romanische Idiome, die sowohl hauptsächlich nördlich der Donau (Dakorumänisch) als auch in viel geringerem Maße südlich der Donau (Mazedorumänisch oder Aromunisch, Meglenorumänisch und das heute fast ausgestorbene Istrorumänische) gesprochen werden. In der Fachwelt bleibt es weiterhin eine Auslegungssache, ob die vier Idiome eigenständige Sprachen oder Dialekte einer einzigen Sprache darstellen.

Nur das Dakorumänische hat sich zu einer Staatssprache (zum Rumänischen) entwickelt. Das Aromunische ist der wichtigste der drei südlich der Donau gesprochenen Idiome. Es wird von mehreren Hunderttausend Sprechern als Muttersprache benutzt und hat auch literarische Funktion. Gesprochen wird Aromunisch in Bulgarien, Griechenland, Albanien, Mazedonien und teilweise auch in Rumänien. Meglenorumänisch wird von etwa 10.000 zweisprachigen Personen in Griechenland, Mazedonien, der Türkei und Rumänien gesprochen. Das im Aussterben begriffene Istrorumänisch wird nur noch von ca. 1000 zweisprachigen Personen benutzt.

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