Lettisch

Lettisch-Übersetzungsbüro Berlin

Lettisch gehört zur östlichen Gruppe der baltischen Sprachen innerhalb der indogermanischen Sprachfamilie. In den lettischen Dainas finden Etymologen zahlreiche sehr archaische indogermanische Wortstämme und grammatische Formen, die nicht selten mit Latein, Griechisch und Sanskrit verwandt sind. In seiner heutigen Struktur ist das Lettische jünger als das verwandte und benachbarte Litauische. Das Vokabular enthält auch viele spätere Lehnwörter aus dem Deutschen, Schwedischen, Russischen und neuerdings aus dem Englischen.

Schrift und Grammatik

Das Lettische wird mit lateinischer Schrift geschrieben. Die erste Grammatik des Lettischen (Manuductio ad linguam lettonicam facilis) wurde 1644 von Johann Georg Rehehusen, einem Deutschen, herausgegeben. Ursprünglich wurde eine an das Deutsche angelehnte Orthographie verwendet, Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch in einer radikalen Rechtschreibreform eine annähernd phonologische Schreibweise eingeführt. Diese verwendet einige diakritische Zeichen, vor allem den Überstrich zur Anzeige eines langen Vokals und das Komma unter einem Konsonanten zur Anzeige der Palatalisierung.

Betonung

Im Lettischen liegt die Betonung fast immer auf der ersten Silbe, es kann auf den Einfluss des Livischen, einer finno-ugrischen Sprache zurückgeführt werden.Es gibt nur wenige, beispielsweise werden die Floskeln labdien (Guten Tag) und labvakar (Guten Abend), die sich aus den Bestandteilen lab(s) (gut) und dien(a) (Tag) bzw. vakar(s) (Abend) zusammensetzen, auf der zweiten Silbe betont. Weitere Ausnahmen aus der Alltagssprache, ebenfalls mit Betonung auf der zweiten Silbe, sind paldies (danke) und alle mit kaut (irgend-) beginnenden Wörter.

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