Japanisch

Japanisch-Kirsche Frühling Tempel

Japanisch (jap. 日本語, nihongo, selten auch nippongo) ist die Amtssprache Japans. Sie wird von rund 99 % der japanischen Bevölkerungals Muttersprache gesprochen. In Brasilien und den USA gibt es größere Sprechergruppen, die Nachfahren japanischer Emigranten sind. Eine Besonderheit der Sprache ist ihr komplexes Schriftsystem, das eine Mischung aus chinesischen Schriftzeichen und den SilbenschriftenHiragana und Katakana ist. Durch ihren agglutinierenden Sprachbau weist die japanische Sprache Parallelen zu den altaischen Sprachenund dem Koreanischen auf, die Herkunft und Einordnung der Sprache sind jedoch umstritten. Eine Sprache, die die gesellschaftlichen Sitten und Hierarchien der Kultur exakt spiegelt: Wem gebührt Autorität? Wer darf in welcher Form von wem angesprochen werden?

In den grammatischen Strukturen und in der Wortwahl spiegeln sich die Beziehungen der Menschen untereinander.

Satzbau

Im Japanischen stehen die Verben am Ende des Satzes. Das gibt dem Sprecher Zeit, noch während des Sprechens auf die Reaktion seines Gesprächspartners einzugehen – und erst im letzten Augenblick, am Ende des Satzes, das Verb zu wählen.

Besonderheit: Harai – der Bauch

Was sagt der Bauch dazu? Wie fühlt sich etwas an? Dem Bauchgefühl wir im Japanischen eine wichtige Rolle zugestanden. Auf den ersten Blick scheint dies ein Widerspruch zu sein, zu den gesellschaftliche Strukturen und der Sprache, die diese sie widerspiegeln.
Bei genauer Betrachtung jedoch verschafft gerade das Einhalten von Regeln, Riten und Ritualen dem Sprecher die Zeit, die Person gegenüber besser kennen zu lernen und einzuschätzen. Zeit also, das Bauchgefühl zu berücksichtigen.

Auf diese Weise finden wir in der japanischen Kultur und in der Sprache zwei gegensätzliche Pole, die nebeneinander existieren: Einerseits die stark ausgeprägten Strukturen, die Gefühle und die Verwirklichung der Persönlichkeit einschränken. Anderseits die gleichzeitige starke Berücksichtigung des Bauchgefühls.

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