Aserbaidschanisch

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Die aserbaidschanische Sprache (Azerbaycan dili), auch vielfach Azeri (sprich Aseri) oder Aserbaidschan-Türkisch genannt, ist die Bezeichnung für die überwiegend im Iran, der Türkei und in Aserbaidschan (Amtssprache) gesprochene Sprache. Sie gehört zu den oghusischen Sprachen. 1994 wurde die heutige Sprachbezeichnung eingeführt.

Die aserbaidschanische Sprache lässt sich in zwei große Hauptblöcke einteilen, das Nordaserbaidschanische und das benachbarte Südaserbaidschanische.
Ferner ist Aserbaidschanisch die wichtigste Minderheiten-Sprache Iranisch-Aserbaidschans im heutigen Iran. Dort ist sie Muttersprache der meisten als „ Iran-Türken “ bezeichneten Turkvölker.

Man schätzt die Zahl der Muttersprachler des Aserbaidschanischen auf 23-30 Millionen. Laut CIA-Handbook leben etwa 16,33 Millionen im Iran. Diese soll die glaubwürdigste Angabe sein. Andere Quellen geben je nach politischer Sichtweise höhere oder niedrigere Zahlen an. Ethnologue und einige Sprachforscher wie z. B. Ernst Kausen gehen jedoch auch von etwa 23 Millionen Muttersprachlern im Iran aus, wobei es weltweit 40 Millionen Sprecher gibt, wenn man die Zahl der Zweitsprecher hinzurechnet

Lage

Aserbaidschan liegt im Kaukasus und grenzt an Russland, Georgien  und Armenien und den Iran. In der Autonomen Republik Nachitschewan, die eine Exklave darstellt, besitzt Aserbaidschan eine elf Kilometer lange Grenze mit der Türkei. Die Republik Aserbaidschan liegt bei 44 bis 52 Grad östlicher Länge und 38 bis 42 Grad nördlicher Breite.

Religionen

Die überwiegende Bevölkerung sind schiiten (Islam), das im 8. Jahrhundert von den arabischen Eroberern verbreitet wurde. Aserbaidschan ist neben dem Iran, dem Irak und Bahrain das einzige Land mit schiitischer Bevölkerungsmehrheit: 85 Prozent der muslimischen Aserbaidschaner bekennen sich zur schiitischen und 15 Prozent zur sunnitischen Glaubensrichtung. Sie sprechen aserbaidschanisch.

Viele Aserbaidschaner wurden während der Sowjetherrschaft säkularisiert. Daher bezeichnen sich heute nur ca. 10 Prozent als regelmäßig praktizierende Muslime. Die meisten Aserbaidschaner praktizieren den Islam nur an hohen Feiertagen wie dem Ramadan. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erlebte der Islam 1991 eine Wiedergeburt, die zu einer Radikalisierung der Gesellschaft führte. Immer mehr Menschen wenden sich in letzter Zeit dem Islam zu. Besonders im Süden des Landes entsteht seit einigen Jahren durch iranischen Einfluss eine orthodoxere Form des Islams.

Judentum in Aserbaidschan

In Aserbaidschan leben heute noch 25.000 bis 30.000 Juden. Sie lassen sich in drei Gruppen unterteilen: aschkenasische Juden europäischer Herkunft, sogenannte Bergjuden bzw. Taten und georgische Juden. Am 9. März 2003 wurde in der Hauptstadt Baku eine neue Synagoge eröffnet. Es handelt sich um die erste neugebaute Synagoge in einem überwiegend muslimischen Staat.

Christentum in Aserbaidschan

1998 waren 3,8 % der Bevölkerung russisch-orthodox. Es gibt russisch-orthodoxe in Aserbaidschan. Weitere christliche Kirchen haben jeweils nur einige tausend Mitglieder. Sie sprechen aserbaidschanisch.

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